Hinter dem Bild: Kim und die Kunst des Lichts
Das ist Kim, der Fotograf hinter einer neuen visuellen Story von Fortis. Von ersten Versuchen im eigenen Schlafzimmer bis zur Auszeichnung als einer der Top 10 Still-Life-Fotografen weltweit durch One Eyeland: Seine Arbeit lebt von Licht, Präzision und Detail. In diesem Beitrag zeigt Kim, wie er Produktbilder plant, fotografiert und verfeinert. Und warum bei Uhren alles mit dem Licht beginnt.
Wie Präzision, Planung und Geduld eine Uhr zu einer visuellen Geschichte verwandeln
Ein starkes Produktbild entsteht lange, bevor die Kamera steht.
Bei Kim beginnt alles mit Licht. Mit Vorbereitung. Mit dem genauen Blick für jedes Detail. Jede Oberfläche reagiert anders. Gebürsteter Stahl. Polierte Kanten. Keramik. DLC. Glas. Leuchtmasse. Schatten. Reflexionen. Wer eine Uhr gut fotografieren will, muss all das verstehen, kontrollieren und formen.
Genau darauf baut Kims Arbeit auf: technische Präzision, ein klarer visueller Stil und grosser Respekt vor dem Produkt vor der Linse.
Vom Schlafzimmer-Setup zur internationalen Anerkennung
Kim ist in einer Künstlerfamilie aufgewachsen und entdeckte die Fotografie früh für sich. 2021 begann er, sich intensiver mit Produktfotografie zu beschäftigen. In seinem eigenen Schlafzimmer. Mit einfachem Setup, selbstgebauten Lichtlösungen und viel Neugier.
Aus ersten Versuchen wurde ein ständiger Prozess aus Lernen, Testen und Verfeinern. Nach seinem ersten Fotografie-Diplom entwickelte Kim sein Handwerk Schritt für Schritt weiter. Heute arbeitet er in der kommerziellen Fotografie und produziert visuelle Inhalte für Marken.
Sein Fokus ist klar: Produkte sollen präzise, sauber und natürlich gezeigt werden. Mit einer eigenen visuellen Handschrift. Ein Bild muss stark wirken. Und dem Objekt treu bleiben.
Im Jahr 2024 wurde Kim von One Eyeland zu einem der Top 10 Still-Life Fotografen weltweit ernannt.
Warum Uhren eine andere Art von Aufmerksamkeit erfordern
Uhrenfotografie ist Detailarbeit. Eine Kante kann zu viel Licht fangen. Ein Zifferblatt kann Tiefe verlieren. Eine Reflexion kann eine Form verdecken. Ein Staubkorn kann plötzlich alles dominieren. Materialien, die mit blossem Auge einfach wirken, werden vor der Kamera komplex.
Darum nimmt sich Kim viel Zeit für das Licht. Materialien, Formen und Oberflächen sollen so klar wie möglich sichtbar werden. Sein Ziel ist es, das zu zeigen, was bereits da ist. Ohne den Charakter des Produkts zu verfälschen.
Für Fortis ist das wichtig. Unsere Uhren bestehen aus starken Materialien, funktionalen Details und Oberflächen, die sich mit jedem Winkel verändern. Ein gutes Bild muss diesen Charakter klar zeigen.
Vor dem ersten Bild: die Planung
Kims Prozess beginnt in der Pre-Production. Zuerst geht es um das Verständnis für das Projekt. Was soll das Bild erzählen? Was braucht der Kunde? Welche Identität bringt die Marke mit? Welche Stimmung, Farbwelt und Bildsprache passen zum Produkt?
Daraus entsteht ein Moodboard. Referenzen, Farben, frühere Arbeiten und erste visuelle Ideen geben die Richtung vor. Sobald das Konzept steht, erstellt Kim eine Shotlist. Jedes geplante Bild wird einfach skizziert. So werden Komposition und Aufbau bereits vor dem Shooting durchdacht.
Diese Vorbereitung gibt der Produktion Struktur. Und sie lässt Raum für kreative Entscheidungen, wenn Produkt, Licht und Set zusammenkommen.
Setup, Material und Problemlösung
Nach dem Konzept folgt die praktische Planung.
Kim definiert, welches Equipment für die jeweiligen Aufnahmen gebraucht wird. Ob zusätzliches Gear gemietet werden muss. Welche Materialien, Requisiten oder Set-Elemente nötig sind. Wenn etwas gebaut werden muss, wird auch das früh eingeplant.
Ein wichtiger Teil der Vorbereitung ist es, mögliche Probleme vorab zu erkennen. Schwierige Reflexionen. Empfindliche Set-Teile. Technische Grenzen. Produktspezifische Details, die besondere Sorgfalt brauchen.
Je besser diese Fragen vorher geklärt sind, desto ruhiger läuft das Shooting.
Das Shooting: anpassen, verfeinern, wiederholen
Sobald alles bereit ist, beginnt das Shooting.
Das Set wird gebaut. Das Produkt wird platziert. Das Licht wird geformt, getestet, angepasst und verfeinert. Je nach Projekt kann dieser Prozess mehrere Tage dauern.
Schon während des Shootings markiert Kim mögliche finale Bilder. Auch die spätere Post-Production wird von Anfang an mitgedacht. Manche Elemente entstehen direkt am Set. Andere werden später in der Bearbeitung vollendet.
Es ist ein ruhiger, genauer Prozess. Kleine Veränderungen machen einen grossen Unterschied. Ein leicht anderer Winkel. Eine verschobene Reflexion. Ein minimal angepasstes Licht. Und das ganze Bild verändert sich.
Nach dem Shooting: die unsichtbare Arbeit
Nach dem Shooting werden die Dateien sofort gesichert und gespiegelt. Danach beginnt die Post-Production.
Hier wird das Bild Detail für Detail fertiggestellt. Staubpartikel werden entfernt. Farben werden korrigiert. Reflexionen werden verfeinert. Kleine Halterungen, Sicherungen oder Stützelemente werden retuschiert, wenn es nötig ist.
Das finale Bild soll sauber, präzise und natürlich wirken. Die Arbeit dahinter soll man in der Qualität sehen. Nicht in der Bearbeitung selbst.
Während des ganzen Prozesses bleibt Kim mit dem Kunden im Austausch. Je nach Projekt gibt es mehr oder weniger kreativen Spielraum. Die Kommunikation bleibt von Anfang bis Ende Teil des Workflows.
Kims Tipp: Fang mit dem Licht an
Kims wichtigster Tipp ist einfach: Licht ist alles.
Weiches Licht hilft besonders bei Uhren. Es reduziert sichtbare Spuren wie Kratzer, Staub und Fingerabdrücke. Gleichzeitig entstehen ruhigere, gleichmässigere Reflexionen auf polierten Oberflächen. Hartes Licht erzeugt schärfere Schatten, stärkeren Kontrast und einen klar definierten Look.
Wichtig ist das Verhältnis. Eine Lichtquelle wirkt weich oder hart, je nachdem wie gross sie im Verhältnis zum Objekt erscheint.
Die Sonne ist riesig. Weil sie so weit entfernt ist, nehmen wir sie aber als kleine, harte Lichtquelle wahr. Ein bewölkter Himmel funktioniert anders. Die Wolken streuen das Licht und machen es weicher.
So probierst du es zuhause aus
Du brauchst kein professionelles Studio, um weiches Licht zu verstehen. Ein bewölkter Tag ist eine der einfachsten natürlichen Lösungen. Die Wolkendecke verteilt das Licht gleichmässig und erzeugt einen weichen Look, der für Uhren sehr gut funktioniert.
Zuhause kann schon ein Fenster mit Vorhang viel verändern. Auch dünnes Papier oder Verpackungsmaterial können helfen, Licht zu streuen und weicher zu machen. Gerade bei Uhren siehst du den Unterschied sofort. Reflexionen werden ruhiger. Oberflächen wirken sauberer. Details lassen sich besser kontrollieren.

Mehr von Kim. Bald.
Das ist erst der Anfang.
Kim wird weiter mit unseren Kollektionen arbeiten und neue Fortis Uhren in seine Welt aus Licht, Detail und Präzision bringen. Weitere Bilder folgen bald.
Bis dahin kannst du mehr von Kims Arbeit auf seiner Website und seinem Instagram-Account entdecken. Sein Portfolio zeigt noch tiefer, wie viel visuelle Sprache, technische Sorgfalt und kreative Disziplin in jedem Bild steckt.






