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24. April 2026

Kapitel 3 | Miami Dive: Zwischen Atemzug und Augenblick

Für dieses Kapitel von Miami Dive wechselt die Perspektive zu Roger Ruegger. Als Uhrenjournalist, Taucheruhrenspezialist und passionierter Taucher mit mehr als 25 Jahren Erfahrung, begleitete Roger Lukas Müller und das Ocean Collective Team nach Florida und wagte sich direkt in den Golfstrom. Haie, Strömung, kaltes Wasser und der neue Marinemaster M-44 verschmolzen zu einem Erlebnis, das er mit scharfen Details und spürbarer Präsenz festhält.

Für dieses Kapitel von Miami Dive übergeben wir das Wort an jemanden, der Taucheruhren seit Jahren journalistisch begleitet und sie auch aus eigener Erfahrung im Wasser kennt.

Roger Ruegger bewegt sich seit mehr als 25 Jahren in der Welt der Uhren, der Taucheruhren und des Tauchens. Gemeinsam mit Lukas Müller und dem Team von Ocean Collective war er in Florida unterwegs und erlebte den Golfstrom aus nächster Nähe. Strömung, kaltes Wasser, Bewegung und Begegnungen im offenen Meer kamen dort auf eine Weise zusammen, die in Erinnerung bleibt. Genau diese Verbindung macht Rogers Perspektive so spannend: das Auge eines erfahrenen Uhrenjournalisten, das Gespür eines versierten Tauchers und die ehrliche Neugier eines Menschen, den der Ozean noch immer fasziniert.

Wir danken Roger herzlich für diesen starken Text und für die Bilder, die er für dieses Kapitel mit uns geteilt hat. Seine Worte ziehen direkt hinein in den Golfstrom und in Momente, die nachhallen und Lust machen, weiterzulesen.

Drei Welten, eine Geschichte

Seit mehr als 25 Jahren bin ich Uhrenjournalist, Taucheruhrensammler und ebenso leidenschaftlicher Taucher. Im Zentrum dieser drei sich überlappenden Kreise in meinem imaginären Venn-Diagramm steht wenig überraschend eine Website über Taucheruhren, ihre Geschichte und Entwicklung und vor allem darüber, wie sie sich wirklich unter Wasser schlagen, oder beim Desk Diving, falls gerade kein Ozean in der Nähe ist.

Man kann es als ein Projekt sehen, das aus Leidenschaft und als persönlicher Wohlfühlort begonnen hat und sich schnell zu einem festen Bestandteil meiner beruflichen Laufbahn entwickelt hat. Und wenn man dann gefragt wird, ob man ein kleines Team von Meeresbiologen begleiten möchte und dabei auch noch eine Taucheruhr unter Embargo tragen darf, landet man damit direkt ganz oben auf mindestens zwei meiner Bucket Lists.

Grossen Haien in ihrem natürlichen Lebensraum bin ich natürlich schon begegnet, einmal in Französisch-Polynesien und später noch einmal in Costa Rica rund um Santa Catalina Island. Einen Drift Dive mit Haien hatte ich bis dahin aber noch nie gemacht, und auch einem Weissen Hai, Tigerhai oder Bullenhai war ich beim Tauchen zumindest meines Wissens noch nie begegnet.

Auch Freitauchen hatte ich bis dahin nie gemacht, obwohl genau das für dieses Projekt offenbar die bevorzugte Fortbewegungsart war. Als mich der CBP-Beamte am Miami International Airport also fragte, was ich während meines Aufenthalts vorhätte und ob ich ein Rückflugticket hätte, wusste ich nach einem zehnstündigen Flug zunächst nicht so recht, was ich antworten sollte. Aber mit „eine mechanische Taucheruhr auf Geschäftsreise beim Schwimmen mit Haien testen“ und dem unvermeidlichen Witz, dass ich das Rückflugticket vielleicht gar nicht mehr brauchen würde, kam ich an diesem Tag offenbar durch.

Das Team, die Regeln, das Wasser

Das bedeutete auch, dass ich endlich das Team von Ocean Collective kennenlernen würde, das bereits ein paar Stunden vor mir in Florida angekommen war. Lukas Müller kannte ich bereits als Gast einer Podiumsdiskussion, die ich moderiert hatte. Svenja Rätzsch, Julian Hebenstreit, Lennart Vossgätter und Stefan Grabow sollten in den kommenden Tagen ebenfalls meine Dive Buddies werden.

Das Team von Fortis blieb in der Schweiz. Auch das war ein weiterer Hinweis darauf, dass dies keine gewöhnliche Pressereise werden würde.

Die Regeln

Die Regeln waren ebenso klar wie verständlich: Blick nie abwenden, Abstand halten, keine abrupten Bewegungen und keine hellen Farben. Natürlich bezog sich all das auf das Tauchen mit Haien und nicht auf den Umgang miteinander in den kommenden Tagen.

Für mich hiess das leider auch: keine Kamera beim ersten Tauchgang, was jeden Versuch eines Wrist Shots unter Wasser unmöglich machte. Und für alle, die sich das Tauchen mit Haien als nervenaufreibenden Adrenalinstoss vorstellen: Das ist es nicht, jedenfalls dann nicht, wenn es professionell und verantwortungsvoll gemacht wird.

Es geht viel stärker um Respekt, Aufmerksamkeit und darum, das atemberaubend schöne Tier vor sich zu verstehen. Tatsächlich gab es keinen einzigen Moment, in dem ich mich im Wasser in Gefahr gefühlt hätte. Trotzdem ist man einem echten Spitzenprädator sehr nahe, und genau dieses Bewusstsein verändert alles.

Begegnungen unter der Oberfläche

Glücklicherweise sahen wir bereits beim ersten Tauchgang einen Grossen Hammerhai, und kurz darauf kamen mehrere Bullenhaie und Zitronenhaie dazu. Es gab auch eine kurze Begegnung mit mindestens einem Tigerhai, dessen Ankunft sich dadurch ankündigte, dass plötzlich alle anderen Haie verschwanden.

Ein Weisser Hai zeigte sich während unseres Aufenthalts in Florida nicht. Und ja, diese Enttäuschung haben wir alle geteilt, gerade wegen ihrer wichtigen Rolle für Gesundheit und Gleichgewicht mariner Ökosysteme.

Kaltes Wasser, Freitauchen und verpasste Momente

Apropos Rollen: Ich war offensichtlich so gut wie möglich vorbereitet, angesichts der Art dieser Reise und der damals eher frostigen Temperaturen. Ich hatte bereits im Januar einen Tauchgang unternommen, um etwas Backup-Material der neuen Marinemaster M-44 unter Wasser zu haben und ich beschloss auch, einen regulären Scuba-Tauchgang vor der Küste von Jupiter hinzuzufügen.

Während ich bei diesem Tauchgang alle Wristshots und Hands-on-Videos der Uhr machen konnte, verpasste ich anscheinend einen weiteren Tigerhai, während ich in 25 Metern Tiefe ständig auf die Uhr an meinem Handgelenk schaute.

Und zu meiner Überraschung habe ich noch etwas anderes festgestellt. So sehr ich es schätze, lange unter Wasser bleiben zu können, zog ich inzwischen die Ruhe und den Fokus vor, die ich ohne Tauchflasche im Wasser erlebt habe.

Was ich allerdings ganz sicher nicht vermisst habe, und damit komme ich zum anstrengendsten Teil des gesamten Projekts, war das An- und Ausziehen eines Open-Cell-Freitauchanzugs im Wasser eines Hafens in Florida, während in sämtlichen Medien von gefrorenen Leguanen berichtet wurde, die von den Bäumen fielen.

Das war wirklich herausfordernd. Deutlich unangenehmer als einen normalen Neoprenanzug an Land anzuziehen und das ist beim Tauchen ohnehin schon der unangenehmste Teil.

Was bleibt

Was mir für immer bleiben wird, sind die fünf Minuten in unmittelbarer Nähe zu einem Grossen Hammerhai, die Effizienz und Entschlossenheit an Bord dieses überraschend kleinen Boots und die Leidenschaft und Professionalität aller Beteiligten.

Zur neuen Marinemaster M-44: Zunächst tendierte ich zur Black Resin, merkte aber nach ein paar Wochen, wie sehr mich die Gravity Black anzog. Noch wichtiger ist etwas anderes: Ich war anfangs ein wenig skeptisch, was die DLC-beschichtete Lünette anging, und hielt das Fortis Lock System zunächst für leicht übertrieben. Nach mehreren Tauchgängen mit der 44-mm-Uhr zeigte sich jedoch sehr schnell, dass es sich hier um eine äusserst vielseitige Tool Watch handelt, die dank einiger sehr kluger Designentscheidungen überraschend kompakt am Handgelenk wirkt. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, eine Uhr wirklich selbst ans Handgelenk zu nehmen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Ein letztes Wort

Unser Dank geht noch einmal an Roger, der uns in diesem Kapitel von Miami Dive mit seinen eigenen Worten und durch seine eigene Linse mitgenommen hat. Ein letztes Kapitel steht noch aus. Spoiler Alert: Beim nächsten Mal geht es hinter die Kulissen.

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